{"id":221,"date":"2017-03-30T10:27:53","date_gmt":"2017-03-30T10:27:53","guid":{"rendered":"http:\/\/wierzbowski.de\/?page_id=221"},"modified":"2023-02-27T14:35:31","modified_gmt":"2023-02-27T14:35:31","slug":"malerei","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wierzbowski.de\/index.php\/malerei\/","title":{"rendered":"Malerei"},"content":{"rendered":"<section class=\"wpb-content-wrapper\">[vc_row][vc_column][vc_basic_grid post_type=&#8220;portfolio&#8220; max_items=&#8220;-1&#8243; element_width=&#8220;2&#8243; gap=&#8220;2&#8243; orderby=&#8220;menu_order&#8220; order=&#8220;ASC&#8220; item=&#8220;188&#8243; grid_id=&#8220;vc_gid:1677508526028-b94670aa68066aacddd4e380f608b57d-0&#8243; taxonomies=&#8220;3&#8243;][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column][vc_column_text]<p>[vc_row id=\"ausstellung\"][vc_column][mk_divider style=\"thin_solid\"][\/vc_column][\/vc_row][vc_row id=\"biografie\"][vc_column width=\"1\/2\"][mk_image src=\"http:\/\/wierzbowski.de\/wp-content\/uploads\/2017\/02\/ueber.jpg\" image_size=\"full\" align=\"right\"][\/vc_column][vc_column width=\"1\/2\"][vc_accordions style=\"simple-style\" action_style=\"toggle-action\" container_bg_color=\"#ffffff\"][vc_accordion_tab title=\"Kontakt\"][mk_contact_info phone=\"0241 - 9 01 02 37 \/ 0176 - 22 88 22 42\" email=\"wierzbowski@gmx.de\" address=\"Brabantstra\u00dfe 30 \/ 52070 Aachen\" website=\"wierzbowski.de\"][\/vc_accordion_tab][vc_accordion_tab title=\"\u00dcber\"][vc_column_text css=\".vc_custom_1668000222368{margin-bottom: 0px !important;}\"]Ikarus Projekt<\/p>\n<p>Das Thema Ikarus besch\u00e4ftigt mich bereits seit Jahren. Denn ich bin \u00fcberzeugt, dass dieser antike Mythos viel \u00fcber den Istzustand unserer Welt und das gebaren der Menschen heute aussagt; ist er doch letztlich Gleichnis f\u00fcr Leichtsinn und Hybris. Ikarus war mit seinen von seinem Vater Daidalos aus Federn und Wachs erbauten Fl\u00fcgeln dem Labyrinth entflohen und, weil der Sonne zu nahe gekommen, brennend ins Meer gest\u00fcrzt. Heute schl\u00e4gt das menschliche Wirken im Vertrauen auf die Machbarkeit allen Erdachtens durch schrankenloses \u00dcbertreiben und Ausbeuten der Ressourcen in Zerst\u00f6rung unseres eigenen Fundamentes um.<\/p>\n<p>Als\u00a0 Fortf\u00fchrung meiner bildlichen Verbindung des Historischen mit dem Heutigen muss unser Blick auch auf ein m\u00f6gliches Morgen schweifen.<\/p>\n<p>An der Stelle m\u00fcssen wir die (philosophische) Frage zulassen, wie etwaige Metaversen und K\u00fcnstliche Intelligenz [KI] unsere Sicht auf die Kunst, ja sogar unsere Art der Weltbetrachtung beeinflussen und ver\u00e4ndern.<\/p>\n<p>Die gro\u00dfe Freiheit der Kunst ist es, Realit\u00e4t und Zukunft v\u00f6llig neu zu denken, Dinge mutig zusammenzudenken, die bisher so nicht vorstellbar waren und damit Denkhorizonte zu erweitern und M\u00f6glichkeitsr\u00e4ume zu \u00f6ffnen, die die Rezipienten zum Diskurs anregen.<\/p>\n<p>Aber kann KI Kunst?<\/p>\n<p>Was ist dann noch die Bedeutung von realen Welten, was ist der Wert des Raumes, von Sch\u00f6nheit und Inspiration und Kunst?<\/p>\n<p>Wird KI zum Co-Createur von Mensch und Maschine, von K\u00fcnstler*innen und K\u00fcnstlicher Intelligenz und l\u00e4utet so ein neues Zeitalter der Partizipation ein?<\/p>\n<p>L\u00e4sst sich sch\u00f6pferische Kreativit\u00e4t durch Algorithmen einfach so mathematisieren?<\/p>\n<p>Eine endg\u00fcltige Antwort darauf k\u00f6nnen wir im Heute wohl noch nicht abschlie\u00dfend geben, aber vieles deutet darauf hin, dass Intuition und k\u00fcnstlerische Sch\u00f6pferkraft sich nicht wegrationalisieren (ersetzen) lassen.<\/p>\n<p>Kreativit\u00e4t findet schon im Heute wieder mehr Raum im \u201eWir\u201c, dem Wandel hin zu einer \u00d6konomie der Freundlichkeit, die gestaltet werden m\u00f6chte, und weniger im \u201eEgo\u201c, das sich mit all seinem Leichtsinn und Hybris darstellen muss.<\/p>\n<p>Es geht immer weniger um die hektische Suche nach dem st\u00e4ndig Neuen, sondern vielmehr mehr um ein Zulassen des Phantasievollen, Diversen, des Anderen.<\/p>\n<p>Zukunftsgewandte Kreativit\u00e4t dekonstruiert somit Realit\u00e4t und \u00f6ffnet unseren Blick f\u00fcr alternative Entw\u00fcrfe von Wirklichkeit und f\u00fchrt uns so auf neuen Wegen in die Zukunft.<\/p>\n<p>In der letzten Konsequenz meines Ikarus Zyklus habe ich dieses Bild durch die KI \u201eDALL-E\u201c erschaffen lassen.<\/p>\n<p>DALL-E ist ein von OpenAI entwickeltes Computerprogramm, das Bilder auf Basis einer beschreibenden Texteingabe erstellen kann.<\/p>\n<p>Die Texteingabe f\u00fcr diese Arbeit \u201eIkarus KI\u201c lautete:<\/p>\n<ul>\n<li>3D of a technical robot in a human world and figures of 0 and 1<\/li>\n<li>abstract interpretation of an ikarus project within the metaverse in a fully digitalized world<\/li>\n<li>a future world between paradise and hell natural catastrophes<\/li>\n<li>picture of the year 2050 based on a dystopic world due to natural disasters, digitalization, and an arrogant human being with a wing searching for help, running disoriented through the metaverse<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"c1\">\"A\"<\/p>\n<p class=\"c1\">Ralf Wierzbowski \u2013 Er\u00f6ffnung Eurode-Bahnhof Herzogenrath 15. April 2018<\/p>\n<p>Im Museum Kunstpalast in D\u00fcsseldorf hat gerade eine umfangreiche Ausstellung unter dem Titel \u201eSchwarz-Wei\u00df\u201c begonnen. In ihr sind quer durch die Jahrhunderte ausschlie\u00dflich Werke versammelt, in denen auf Farbe g\u00e4nzlich verzichtet wird. Der Aachener K\u00fcnstler Ralf Wierzbowski w\u00fcrde gut in den Reigen passen, spielen sich seine Arbeiten doch \u00fcberwiegend im Spektrum zwischen schwarz und wei\u00df ab. \u201eIch versuch es immer wieder, farbig zu malten \u2013 es will mir nicht gelingen\u201c, beteuerte er mir gegen\u00fcber. Angesichts der ernsten Themen, die Wierzbowski aufgreift, ist allerdings seine Handhabung nur allzu verst\u00e4ndlich. Da geht es um Aggression und Krieg, um Macht der Medien, der Massenmedien und um den alles beherrschenden Markt. Er tr\u00e4gt die Sujets mit vehementer Geste und mit viel Empathie auf gro\u00dfen Tafeln so vor, dass man erschrickt; breite, getr\u00e4nkte Pinselschw\u00fcnge besetzen Teile der Bildebene, \u00fcberlassen hingegen andere Partien einem beruhigteren Malduktus als undurchdringliche Fl\u00e4chen. Das Dargestellte selbst bleibt h\u00e4ufig schwer entzifferbar, in einem Zustand des \u00dcbergangs, ja, des Allgemeinen. Selbst Hitlers Kopf ger\u00e4t nicht zum individuellen Portr\u00e4t, sondern wird gleichnishaft zum Mahnmal des Schrecklichen. Seine Fratze korrespondiert \u00fcber den gro\u00dfen Abgrund hinweg mit dem Affen, der seinerseits mehr Menschliches als Tierisches an sich hat.<\/p>\n<p>Wie hier sind die Bilder h\u00e4ufig dialektisch aufgebaut, sie beruhen auf Gegens\u00e4tzen, zwischen denen sich Unergr\u00fcndliches entspinnt. Die - meistens schwarz get\u00f6nten - Freifl\u00e4chen in den Bildern, insbesondere der Raum zwischen zwei Gegebenheiten erweisen sich als ganz entscheidend, denn sie erm\u00f6glichen erst die Auseinandersetzung zwischen jenen und auch die mit dem Betrachter. Der LeerRaum wirkt einerseits als Atempause, andererseits erzeugt er die Spannung f\u00fcr das, was der Betrachter aus dem Dialog gewinnen kann. Er f\u00fcllt gewisserma\u00dfen mit seinen Gedanken diese Mitte.<\/p>\n<p>Aus der Begegnung von Erinnerung und Ahnung, also zwischen dem Vergangenen und dem Zuk\u00fcnftigen dr\u00e4ngt sich das unfassbar Gegenw\u00e4rtige stets mit aller Macht hervor. Die Kunst Wierzbowskis besteht nun darin, Historisches, also Zitate aus Geschichte und Kunstgeschichte, ebenso wie das noch Unerprobte so vorzutragen, dass man es unumwunden auf das Jetzt beziehen kann. Man f\u00fchlt sich durch das Dargestellte geradezu in seiner eigenen Ohnmacht ertappt.<\/p>\n<p>Wenden wir uns dem Querformat \u201eDer Spotter\u201c zu: Wen blickt denn der vermummte Aufkl\u00e4rer an, uns Betrachter? Wer ist \u00fcberhaupt diese bedrohliche Gestalt, Feind oder Freund? Jedenfalls scheint er seinen Gegenpol, das liegende Kind ihm zu F\u00fc\u00dfen, nicht recht zu beachten. Dabei k\u00f6nnte dieses Menschlein die rettende Zukunft bedeuten. Diese heilende Wirkung wird in dieser Inszenierung verlegt, denn der kriegerisch wirkende Aufkl\u00e4rer spioniert in die Weite \u2013 dort im Gegen\u00fcber geschieht das Hoffnung Versprechende, dort im kleinen Video spielt das Kind gedankenverloren mit St\u00f6cken an glasklarem Wasser: Ein Bild der Unversehrtheit, der Unschuld. Das kindliche, zweckfreie Hantieren mit den St\u00f6cken stellt das Gegenbild dar zu den allgegenw\u00e4rtigen, zielgerichteten Waffen. Und diese packen im benachbarten Gem\u00e4lde \u201eAmerica First 1\u201c geradezu raubtierartig zu. Wie eine \u00fcbergro\u00dfe Heuschrecke scheint das Monstrum den Panzer unter ihm zu<br \/>tumultartiger Umkehr zu zwingen. Wieder sehen wir die Auseinandersetzung, die Gegens\u00e4tze, hier jene zwischen dem lastenden Oben und dem leichteren Unten\u2013 eine gewagte Komposition, die tats\u00e4chlich gelingt. Franciso Goya ist nahe, seine Radierungen \u201eDesastres de la Guerra\u201c ebenso wie seine ersch\u00fctternden \u201eSchwarzen Bilder\u201c - nur erscheint heute alles roboterartig und dadurch noch unmenschlicher.<\/p>\n<p>Die Raum-Inszenierung in den Blick genommen, stellt man also fest, dass sich der Dialog sogar \u00fcber Bildgrenzen hinweg vollzieht und zudem noch zwischen unterschiedlichen Disziplinen im Raum. Der K\u00fcnstler arbeitet augenscheinlich mit allen erdenklichen Medien; er malt nicht nur, sondern ist als Bildhauer und Installateur t\u00e4tig und nutzt sein technisches Knowhow in den Bereichen Video und Film, als Komponist und Musiker. Dabei bedient er sich nicht nur der technischen M\u00f6glichkeiten, sondern experimentiert mit ihnen auffallend erfinderisch. So scheinen die Videobilder des spielenden Kindes durch ein br\u00e4unliches Papier hindurch und fransen \u00fcber ihre eigenen Grenzen reizvoll hinaus. Seine irritierende, ein wenig entr\u00fcckte Atmosph\u00e4re gewinnt das Video dadurch, dass es aus rund hundert Einzelfotos zusammengesetzt ist.<\/p>\n<p>Noch aufw\u00e4ndigere Prozeduren gehen nat\u00fcrlich der vierteiligen Videoinstallation schr\u00e4g gegen\u00fcber voraus. Viel von dem heterogenen Bildmaterial hat Wierzbowski im Internet aufgest\u00f6bert, erg\u00e4nzt durch eigene Fotos und den Film einer Wasserszene, f\u00fcr dessen Aufnahmen sogar eine Drohne zum Einsatz kam. Nat\u00fcrlich \u00fcberfordert der vielschichtige, sich wiederholende Bildersegen aus Portr\u00e4ts, Landschaften, Historie, Trickfilmchen, Einsprengseln aus Mikro- und Makrokosmos den Betrachter - dies ganz im Sinne von Nam June Paik, der als erster die Reiz\u00fcberflutung der Massenmedien unnachahmlich thematisiert hat. Aber Wierzbowski geht noch weiter: er entl\u00e4dt in den so harmlos daherkommenden Schnipseln unterschwellig seine Wut und Verzweiflung \u00fcber die Hilflosigkeit der Politik gegen\u00fcber der geld- und machtgierigen Wirtschaft, \u00fcber die Gleichg\u00fcltigkeit jedes Einzelnen angesichts der gef\u00e4hrlichen, un\u00fcberschaubaren Ver\u00e4nderungen im Globalen. Die verfremdete, rhythmische Gitarrenmusik des Oliver Spanke verst\u00e4rkt die d\u00fcstere Stimmung; Wierzbowski f\u00fchlte sich durch sie spontan an den Titelsong aus dem Film \u201eHigh Noon\u201c erinnert. - Es sei noch angemerkt, dass auch hier wieder Leerstellen f\u00fcr notwendige Atempausen sorgen.<\/p>\n<p>Es \u00fcberrascht nicht, dass Wierzbowski sich, neugierig wie er ist, bereits in die 3DTechnik vorgewagt hat. Aus Platzgr\u00fcnden kann hier eine wandf\u00fcllende Filmprojektion ebenso wenig gezeigt werden wie eine Arbeit mitten im Raum, bei welcher der Betrachter sogar selbst ins Bild steigt. Doch allein schon das Motiv von 3D-Brillen richten den Blick auf dieses spannende Feld, das der Multimediak\u00fcnstler beschreitet. Die drei neuen \u201eVR_Lichtbilder in Leuchtk\u00e4sten\u201c im Nebenraum erz\u00e4hlen von der Flucht in die virtuelle Welt. Die leider ausgesparte Projektion f\u00fchrt ein virtuelles Kriegs-Spiel vor, in dem gewisserma\u00dfen die Holzst\u00f6cke des Jungen zur Waffe verkommen.<\/p>\n<p>Mit den drei leuchtenden gesichtsverh\u00fcllenden bzw. -entstellenden Selbstportr\u00e4ts wird der weit gesteckte Weg der Ausstellung zu Ende gef\u00fchrt. Begonnen hatte er im<br \/>Eingangsbereich mit den acht Soldatenbildern. Von hier nach dort spannt sich in k\u00fcnstlerisch-technischer Hinsicht der Bogen von der Mischtechnik auf Beton hin zu multimedialem Verfahren, und er beschreibt auch inhaltlich die Entwicklung vom traditionellen milit\u00e4rischen Gefecht zum virtuellen Krieg mit unabsehbaren Folgen; gerade scheint letzterer wieder in die Welt realer Kriegsspiele gef\u00e4hrlich zur\u00fcckzuschwappen.<\/p>\n<p>Zum H\u00f6hepunkt gesteigert ist das kriegerische Ringen in dem gro\u00dfen hochformatigen Gem\u00e4lde aus der Serie \u201eLow and Ready\u201c im Nebenraum. Es ist der Weltenbrand, den ein einsamer K\u00e4mpfer auf dem Gipfel des Erdenrunds wohl kaum l\u00f6schen kann, ja, den er wohl selbst mit verursacht hat. Hier greift Wierzbowski nun mal in den Farbtopf; aber das flammende Rot hellt die Szenerie wahrlich nicht auf sondern steigert das bereits so ernsthafte Schwarz-Wei\u00df noch ins Schmerzliche.<\/p>\n<p>Auch in den beiden anderen gro\u00dfen Leinw\u00e4nden im zweiten Raum kann Farbe kaum tr\u00f6stlich wirken. Der lichtblaue Kopf mit seinem versonnenen, seitw\u00e4rts gerichteten Blick scheint entr\u00fcckt, der Blick nach innen oder in weite Ferne gerichtet. Und ob der Schwimmer in \u201eFaded\u201c je das Ufer erreicht, bleibt fraglich. Immerhin schwimmt er ins Lichte, Helle. Aber letztlich ist hier die Urgewalt des Elements Wasser Thema - ganz im Gegensatz zum harmlos dahin pl\u00e4tschernden See im kleinen Video. Sollte etwa dem Jungen allein die B\u00fcrde auferlegt sein, ein wenig Hoffnung zu spenden?<\/p>\n<p>Ob vielleicht das gro\u00dfe schwungvolle \u201eA\u201c, das der Ausstellung den Titel gibt, Antworten anbietet? Assoziationen mit dem A sind ambivalent, mit dem Buchstaben lassen sich einerseits negative Bedeutungen wie Angst, Apathie oder gar Anarchie und Apokalypse verbinden, andererseits durchaus auch positive Begriffe wie Anfang, Ahnung oder auch Aufbruch. Einem Jeden steht es frei, seine pers\u00f6nliche Interpretation zu finden, dem K\u00fcnstler Ralf Wierzbowski ebenso wie Ihnen - und damit \u00fcberlasse ich Ihnen das weite Feld.<\/p>\n<p>Renate Puvogel<\/p>\n<p class=\"c1\">Kunsthistorikerin<\/p>\n<p class=\"c1\"><span class=\"c3\">Melencolia<\/span><\/p>\n<p class=\"c1\"><span class=\"c3\">Zu den j\u00fcngsten Werken Ralf Wierzbowskis<\/span><\/p>\n<p class=\"c1\"><span class=\"c3\">Im Blick der Gesellschaft genie\u00dfen K\u00fcnstler ihre au\u00dfergew\u00f6hnliche Freiheit als Einsame. Als Sch\u00fcler einer Akademie sind sie noch in der Gruppe ihrer Kommilitonen in Meisterklassen aufgefangen, in der sie den Wettstreit kennen lernen, Als Autodidakt, als einer, der nicht K\u00fcnstler werden, sondern einen soliden Brotberuf ergreifen sollte, sind sie doppelt einsam.<\/span><\/p>\n<p class=\"c1\"><span class=\"c3\">Ralf Wierzbowski ist Elektroniker geworden, hat gelernt, virtuelle R\u00e4ume zu entwerfen, Schautafeln, Leitbilder, in denen er Bewegungen und Kommunikationen organisiert. Er hat ein Defizit an Sinnlichkeit \u00a0entwickelt und \u00a0eine folgenreiche Sensibilit\u00e4t. Daraus sind Bildgruppen entstanden:<\/span><\/p>\n<ol class=\"c4 lst-kix_3j49p0a6dmqa-0 start\" start=\"1\">\n<li class=\"c1 c7 c6\"><span class=\"c3\">Er fand 2011 einen toten, verwesenden Vogel, hob ihn vorsichtig auf, gab ihm einen Platz in seinem Atelier, fotografierte ihn h\u00e4ufig und malte ihn. So fand der Melancholiker der franz\u00f6sischen Romantik \u00a0Charles Baudelaire das Aas einer H\u00fcndin und schrieb \u00a0das ber\u00fchmte Gedicht \u201eLa Charogne\u201c in den \u201eBlumen des B\u00f6sen\u201c \u00a0\u2013 mit jenem Vers:<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"c1 c6\"><span class=\"c3\">\u201eDie Formen schwanden hin,\/ wie sie im Traum sonst schwanken,\/ Wie ein Entwurf erst und ein Plan,\/ auf l\u00e4ngst vergessenem Blatt,\/ der nur in den Gedanken \/ des K\u00fcnstlers sich vollenden kann.\u201c<\/span><\/p>\n<p class=\"c1 c6\"><span class=\"c3\">Die Mischung von absto\u00dfendem Ekel und anziehender Faszination m\u00fcndet in Schwermut, Weltschmerz und Trauer \u00fcber die Verg\u00e4nglichkeit \u00a0seiner Geliebten \u2013 und aller Wesen und Dinge. Das ist eine andere Mischung als jene, die K\u00fcnstler von Rembrandt bis Nitsch \u00a0mit Bildern von \u00a0aufgeh\u00e4ngtem, ge\u00f6ffnetem Schlachtvieh zu erzeugen versuchten, in der sich Entsetzen vor blutenden Wunden und orgiastische Lust begegnen.<\/span><\/p>\n<p class=\"c1 c6\"><span class=\"c3\">In der modernen Mediengesellschaft \u00a0haben sich Empfindungen differenziert, Sch\u00f6nheit, die Begehren erzeugt, \u00a0und H\u00e4sslichkeit, die abst\u00f6\u00dft, k\u00f6nnen sich umkehren. Ein Bild wie \u201eSchei\u00dfhaufen. Inselbild\u201c von Diter Rot in der Sammlung Falkenberg steht f\u00fcr eine \u00e4sthetische Ambiguit\u00e4t, f\u00fcr Sch\u00f6nheit im Ekel. Anders als der \u201eSchei\u00dfhaufen\u201c zeigt das Bild des toten Vogels gestuell eher den Grad der Erregung des Empfindenden als den Gegenstand der Irritation.<\/span><\/p>\n<ol class=\"c4 lst-kix_3j49p0a6dmqa-0\" start=\"2\">\n<li class=\"c1 c7 c6\"><span class=\"c3\">Die Serie \u201eFleisch Bar\u201c besteht aus \u00fcbermalten Fotografien von Schlachtvieh (Huhn, Schwein, Ochse, Fisch) \u00a0auf Aluminium. Sie erg\u00e4nzen als feste, andauernde Bilder einen Film, der in schneller Folge polarisierter \u2013 man m\u00f6chte sagen: entfleischter \u2013 Bilder die Verarbeitung und Pr\u00e4sentation der Ware \u00a0Schlachtvieh vorf\u00fchrt.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"c1 c6\"><span class=\"c3\">Die fr\u00f6hliche Unbek\u00fcmmertheit, deren Ausdruck in den Gem\u00e4lden alter Meister von geschlachteten Tieren \u00fcberwog, ist einem Unbehagen gewichen, das die Bilder Wierzbowskis nur best\u00e4tigen.<\/span><\/p>\n<p class=\"c1 c6\"><span class=\"c3\">Es \u00a0spiegelt sich in der spontanen, ruppigen Zeichnung und Malerei der Bilder und in dem perfiden violetten \u00a0Glanz, den ihr \u00a0metallischer Grund aufscheinen l\u00e4sst.<\/span><\/p>\n<ol class=\"c4 lst-kix_3j49p0a6dmqa-0\" start=\"3\">\n<li class=\"c1 c7 c6\"><span class=\"c3\">\u201eDie Formen schwanden hin,\/ \u00a0wie sie im Traum sonst schwanken\u2026.\u201c \u00a0Wie von jenem toten Vogel so hat Wierzbowski auch von einer toten Libelle Hunderte von Fotos gemacht und einer andauernden Bewunderung Ausdruck gegeben \u00a0- f\u00fcr die zerbrechliche Sch\u00f6nheit ihrer Fl\u00fcgel, f\u00fcr die zartgliedrigen Konstruktionen dieser Flugk\u00f6rper, ihre Biegsamkeit \u2013 und der Trauer um ihr Entgleiten und Entschwinden. Einige hat er f\u00fcr die \u00d6ffentlichkeit vergr\u00f6\u00dfert und auf Aluminium aufgezogen, ohne sie zu ver\u00e4ndern. Seine Empfindungen fanden hier keinen Feind wie dort in der Fleischindustrie oder im Stra\u00dfenverkehr. Sein Blick ist nicht auf den K\u00f6rper des Insektes \u00a0gerichtet, sondern projiziert die Fl\u00fcgel in den Luftraum zur\u00fcck, f\u00fcr den sie geschaffen sind. Die Bilder sind heiter und scheuen nicht einen Ausdruck von Eleganz.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<ol class=\"c4 lst-kix_3j49p0a6dmqa-0\" start=\"4\">\n<li class=\"c1 c6 c7\"><span class=\"c3\">Es wird deutlich, dass Wierzbowski nicht Wesen und Dinge interessieren, die sich in drastischer Lebendigkeit und Gegenw\u00e4rtigkeit pr\u00e4sentieren. \u00dcberg\u00e4nge, Ver\u00e4nderungen, Zustandswechsel herrschen in den Bildern, den stehenden wie den flie\u00dfenden, vor. Ein Junge \u2013 hier ein Kind, dort ein Jugendlicher \u2013 erscheint und entschwindet in mehreren seiner neuen Bilder wie das Objekt einer Begegnung, die ihn in seine eigene Kindheit zur\u00fcckf\u00fchrt; und in den Erinnerungen tauchen Konflikte, Verletzungen und ihre Verdr\u00e4ngungen so auf, dass manche der Tafeln wie \u00fcbermalt erscheinen \u2013 Gespensterbilder nennt man solche, aus deren Tiefe mit der Zeit \u00a0verdr\u00e4ngte Gestalten wieder auftauchen: die Familie in \u201eSave\u201c (Sparen, aber auch Retten): eine Gruppe von R\u00fcckenfiguren wie Graffiti auf einer Schiefertafel; \u00a0in \u201eJunge mit Schaukel\u201c der wei\u00dfe Schatten in einem gro\u00dfen schwarzen Bild, der \u00a0neben \u00a0dem Schemen einer Schaukel erscheint; \u00a0im Film \u00a0schaukelt das Kind \u00a0- Schnitt - die Schaukel schwingt leer aus. Man blickt auf diese Szene im Bild durch eine gespannte Transparentfolie wie durch eine regennasse Fensterscheibe. Ein rotes gro\u00dfes X l\u00f6scht sie aus.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"c1 c6\"><span class=\"c3\">Die Betroffenheit des Betrachters verwandelt sich in Furcht und Abscheu vor der Tafel des heftig ins Bild gesetzten Jungen mit der Pudelm\u00fctze, der mit der linken Hand eine Pistole ungeschickt hebt. Im Film l\u00e4uft er damit durch Wald und Gestr\u00fcpp bis in eine Stadtlandschaft hinein, t\u00e4nzelnd und ziellos um sich schie\u00dfend (die Tonspur ist terrorisierend), als lebte er Frustrationen in einer richtungslosen Gewaltfantasie aus. Auch er verschwindet pl\u00f6tzlich; der Betrachter des Bildes h\u00e4lt sich l\u00e4chelnd an dem pinkfarbenen Bommel der Pudelm\u00fctze fest.<\/span><\/p>\n<p class=\"c1 c6\"><span class=\"c3\">Dem Jungen mit der Pistole steht das Kind mit dem Stock gegen\u00fcber. Ausl\u00f6ser war ein Spiel mit einem Stock am Rheinufer. Der kleine Film l\u00f6ste eine Bearbeitung und ein Bild aus, in dem die kleine Figur in sich versunken ungelenk einen Stock wie einen Golfschl\u00e4ger zu schwingen versucht. Die Geste allein \u2013 der linke Arm, der verdrehte Handgriff \u2013 ist eine Behauptung, ein Statement gegen die normiert richtige Bewegung nicht anders als die Sprache des K\u00f6rpers, die ganz in sich selbst gewendet ist. Als Foto w\u00fcrden wir es einen Schnappschuss nennen. Aber kann man einen Schnappschuss malen? \u00a0Es ist, als suchte Wierzbowski Bewegungen, die nicht sichtbar sind.<\/span><\/p>\n<ol class=\"c4 lst-kix_3j49p0a6dmqa-0\" start=\"5\">\n<li class=\"c1 c7 c6\"><span class=\"c3\">\u201eWie viel Schatten braucht Hell?\u201c ist eine senkrechte oder waagerechte Reihe von \u00a0sieben gleich gro\u00dfen wei\u00dfen Tafeln, f\u00fcnf sind in Varianten so schwarz bemalt, als verberge ein schwarzes Tuch ein Gesicht (eine Erinnerung an das Schwei\u00dftuch der Veronila), eine tr\u00e4gt eine Totenmaske, und die ist auf das siebenten Bild gerichtet, an deren Rand sich eine \u00a0Kopfsilhouette \u00a0als schwarze Linie abzeichnet. Die Totenmaske ist hier das konkreteste Abbild des Menschen, der sich in \u00dcberg\u00e4ngen zwischen Erscheinen und Entschwinden bewegt.<\/span><\/li>\n<\/ol>\n<p class=\"c1 c5\"><span class=\"c3\">Wer das gro\u00dfe schwarze Bild \u201emit den drei Augen\u201c von der Seite betrachtet, steht vor einer disharmonisch bewegten Landschaft, auf der sich ein gro\u00dfes Fragezeichen auszubreiten scheint. \u00a0Sie ist wie ein dichter \u201eVorhang\u201c \u00fcber das Bild gebreitet und l\u00e4sst nur wenige wei\u00dfe Lichtsplitter durch \u2013 darunter jene drei \u201eAugen\u201c, die wie aus einem Purgatorium herausschauen.<\/span><\/p>\n<p class=\"c1 c5\"><span class=\"c3\">Es sind melancholische Motive, die Wierzbowski in seinen Arbeiten der letzten zwei Jahre bearbeitet: der verwesende Vogel, die tote Libelle, Fleisch Bar, das Kind und der Junge, die sich mit Erinnerungen \u00a0mischen, Entr\u00fccken und Tod.<\/span><\/p>\n<p class=\"c1 c5\"><span class=\"c3\">Sie entsprechen den Selbstdarstellungen in seiner Webseite: das halbe Gesicht, der Mann \u201ezwischen T\u00fcr und Angel\u201c. Ralf Wierzbowski \u00a0ist 1964 geboren, seit 1988 K\u00fcnstler und hat \u00a0seit 1989 an zahlreichen Ausstellungen mitgewirkt. Er ist auch Maler und Zeichner, Fotograf und Videograf, Komponist, Objekt- und Installationsk\u00fcnstler. Er malt spontan und expressiv, \u00fcberwiegend schwarz auf wei\u00dfem Grund, er \u00fcbermalt Fotos auf Aluminium und erarbeitet hybride, polarisierte Videobilder. Er versucht, feste und flie\u00dfende Bilder in gestalteten Environments so zusammen zu binden, dass sie gleichwertig wahrgenommen werden, und experimentiert ebenso mit Beamern, digitalen Bilderrahmen und Requisiten, um Szenen aufzubauen, die starke Empfindungen ausl\u00f6sen.<\/span><\/p>\n<p class=\"c1 c5\"><span class=\"c3\">Die \u201eSchwarze Galle\u201c, die Melancholie ist ein starkes Fundament k\u00fcnstlerischer Arbeit. Nicht nur Baudelaire und Michelangelo waren Melancholiker, D\u00fcrer hat die \u201eMelencolia\u201c in einer ber\u00fchmten Allegorie mit etlichen bis heute ungel\u00f6sten R\u00e4tseln ausger\u00fcstet. Ralf Wierzbowski ist in guter Gesellschaft.<\/span><\/p>\n<p class=\"c1 c5\"><span class=\"c3\">Wolfgang Becker<\/span><\/p>\n<p class=\"c1 c5\"><span class=\"c3\">Kunsthistoriker, Gr\u00fcndungsdirektor Ludwig Forum Aachen<br \/><\/span>[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][vc_accordion_tab title=\"Biografie\"][vc_column_text css=\".vc_custom_1671011135668{margin-bottom: 0px !important;}\"]<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Ralf Wierzbowski<br \/>geboren 1964 in Aachen |\u00a0k\u00fcnstlerisch t\u00e4tig seit 1987<\/p>\n<p>2024<\/p>\n<p><span class=\"x193iq5w xeuugli x13faqbe x1vvkbs x1xmvt09 x1lliihq x1s928wv xhkezso x1gmr53x x1cpjm7i x1fgarty x1943h6x xudqn12 x3x7a5m x6prxxf xvq8zen xo1l8bm xzsf02u x1yc453h\" dir=\"auto\">AI.Art-Symbiose oder Kontrast, Atelierhaus Aachen e.V. (Depot), Aachen<\/span><\/p>\n<p>2022<\/p>\n<p><span class=\"x193iq5w xeuugli x13faqbe x1vvkbs x1xmvt09 x1lliihq x1s928wv xhkezso x1gmr53x x1cpjm7i x1fgarty x1943h6x xudqn12 x3x7a5m x6prxxf xvq8zen xo1l8bm xzsf02u x1yc453h\" dir=\"auto\">GROUND CONTROL<\/span>, <span class=\"x193iq5w xeuugli x13faqbe x1vvkbs x1xmvt09 x1lliihq x1s928wv xhkezso x1gmr53x x1cpjm7i x1fgarty x1943h6x xudqn12 x3x7a5m x6prxxf xvq8zen xo1l8bm xzsf02u x1yc453h\" dir=\"auto\">Privat-Museum, m&amp;n private collection, Aachen<\/span><\/p>\n<p>2022<\/p>\n<p>\"Ausnahmezeiten.Ein Virus \u00fcbernimmt den Alltag\"<\/p>\n<p>Museum Centre Charlemagne, Aachen<\/p>\n<p>2022<\/p>\n<p>Icarus Project\u00a0 Ralf Wierzbowski, Stratify Thomas Woll<\/p>\n<p>Galerie vorn und oben, Eupen Ostbelgien<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2019<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">ULTIMATE NoW<\/p>\n<p class=\"mb-1\">ULTIMATE.NOW is an art project by the artist\u00a0<a title=\"Ralf Wierzbowski\" href=\"http:\/\/wierzbowski.de\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Ralf Wierzbowski<\/a> and <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/LaterIsNowPage\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">LATER IS NOW<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2018<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">GRAFIK, Atelierhaus Aachen e.V. (Depot), Aachen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2018<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">\"A\", Eurode Bahnhof, Forum f\u00fcr Kunst und Kultur, Herzogenrath<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2017<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Crossing Borders, Ulf Hegewald\u00a0 Ralf Wierzbowski, Quatier Geleen, Geleen Niederlande<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2017<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Kunstroute Weser- G\u00f6hl, Maison P\u00fctz, Montzen Belgien<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2016<br \/>Viecher und wir,Gruppe Zweifellos, TUFA Kultur- und Kommunikationszentrum, Trier<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2016<br \/>Marlies Seeliger-Crumbiegel Kunstpreis<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2016<br \/>Helden,Brele Scholz &amp; Ralf Wierzbowski, Produzentengallerie Kunstwechsel, Aachen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2015<br \/>Kunstquelle Aachen, Galerie 45, Aachen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2014<br \/>Viecher und wir, Gruppe Zweifellos, Petrikirche, M\u00fchlheim an der Ruhr<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2014<br \/>neogene \u201cBrainville\u201d, CD cover &amp; booklet<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2014<br \/>Carte Blanche VI, 28 K\u00fcnstler-Positionen zum Thema \u201cSchutzraum\u201d<br \/>Baukunstwerk St. Fronleichnam, Aachen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2014<br \/>GRO?RAUM, Bernd Radke &amp; Ralf Wierzbowski, Produzentengalerie Kunstwechsel, Aachen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2013<br \/>AHHA, \u201cDie Hei\u00dfen Quellen Aachens\u201d,<br \/>Kurator: Wolfgang Becker, Aachen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2013<br \/>Arbeiten 2011-2013, projektartgalerie, Bielefeld<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2012<br \/>Losigkeit, die3,Bernd Radke, Michael Dohle, Ralf Wierzbowski, Atelierausstellung, Aachen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2012<br \/>transfer, Galerie Artco, Herzogenrath<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2012<br \/>CARTE BLANCHE V, 14 KUNSTDIALOG-STATIONEN Baukunstwerk St. Fronleichnam, Aachen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2011<br \/>Kunstroute Eurode, Baalsbruggermolen, Kerkrade<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2011<br \/>Kulturwerk Aachen, nature morte<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2010<br \/>Kunstroute Eurode, Botanischer Garten, Kerkrade<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2010<br \/>Gr\u00fcnenthal, Aachen, Begegnung \u2013 Fotografie trifft Malerei<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2006<br \/>Projektbezogene Mitarbeit im Unternehmen Dohmen, Herzog &amp; Partner, Aachen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2004<br \/>Management Coaching, Praxis Nyssen, Aachen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2001<br \/>Arcadia, K\u00f6ln<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2001<br \/>Auftragsarbeit f\u00fcr Parkhotel Ostfildern, Stuttgart<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">2000<br \/>Euro Welt: Europa malt f\u00fcr krebskranke Kinder<br \/>Dresdner Bank AG, Aachen, K\u00f6ln, Frankfurt Kulturmeile<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1999<br \/>Elisabethhalle, Aachen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1999<br \/>Pegasus Aachen, Wenn der Himmel die Erde ber\u00fchrt<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1995<br \/>Ludwig Forum f\u00fcr Internationale Kunst, Aachen, Hilfe f\u00fcr Tuzla<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1995<br \/>Arbeiten am Zyklus Seelenlandschaften<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1995<br \/>Zusammenarbeit mit CreaTV, Hans Meiser, K\u00f6ln und B\u00e4rbel Sch\u00e4fer, K\u00f6ln<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1993<br \/>Galerie Leuchter &amp; Pelzer, D\u00fcsseldorf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1991<br \/>NAK, Neuer Aachener Kunstverein, die anderen 10<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1991<br \/>Art Expo, Tokio<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1990<br \/>Galerie 33, Aachen<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1989<br \/>Galerie Niagara, D\u00fcsseldorf<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1989<br \/>Art Expo, New York<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">1988<br \/>Galerie 33, Aachen und M\u00f6nchengladbach<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">[\/vc_column_text][\/vc_accordion_tab][vc_accordion_tab title=\"Ausstellung\"][\/vc_accordion_tab][\/vc_accordions][vc_column_text css=\".vc_custom_1715010881075{margin-bottom: 0px !important;}\"]<\/p>\n<p><!-- wp:image {\"align\":\"left\",\"className\":\"is-style-default\"} --><\/p>\n<figure class=\"wp-block-image alignleft is-style-default\"><img alt=\"\"\/><\/figure>\n<p><!-- \/wp:image --><\/p>\n[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row fullwidth=&#8220;true&#8220; 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